{"id":524,"date":"2025-08-05T22:03:05","date_gmt":"2025-08-05T20:03:05","guid":{"rendered":"https:\/\/lisaresatz.at\/blog\/?p=524"},"modified":"2026-08-08T23:34:51","modified_gmt":"2026-08-08T21:34:51","slug":"imposter-syndrom-abgeschafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lisaresatz.at\/blog\/imposter-syndrom-abgeschafft\/","title":{"rendered":"Ich denke schon lange dar\u00fcber nach, einen Blog zu schreiben."},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Imposter-Syndrom? Abgeschafft.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich schreibe gerne. Ich m\u00f6chte Menschen helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anstatt zu schreiben, habe ich viel dar\u00fcber nachgedacht, ob sich jemand daf\u00fcr interessieren k\u00f6nnte, was ich zu sagen habe. Ob ich wirklich in der Lage bin jemandem zu helfen. Eigentlich habe ich gar nicht so viel dar\u00fcber nachgedacht. Es ist mehr eine \u00dcberzeugung, die in mir lebt. <br><em>Niemand braucht mich. Niemand interessiert sich f\u00fcr meine Meinung.<\/em><br>Eine \u00dcberzeugung, die ich schon oft wegrationalisiert habe. F\u00fcr die ich viele Gegenbeweise gesammelt habe. Dennoch. Sie ist da. Sie h\u00e4lt mich zur\u00fcck. Unbewusst. Subtil. Versteckt sitzt sie irgendwo in meiner Psyche und h\u00e4lt die Z\u00fcgel fest angezogen, um mich davon abzuhalten, meine Tr\u00e4ume zu leben. Oder mich zum Idioten zu machen. Das kannst du dann f\u00fcr dich entscheiden, wenn ich es geschafft habe, etwas zu schreiben. (Und auch zu ver\u00f6ffentlichen.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich mache Mindsetarbeit, ich f\u00fchle meine Angst. Ich arbeite an mir und das ist auch alles notwendig \u2013 denke ich &#8211; doch es \u00e4ndert sich nichts. Mein Kopf denkt \u00fcber m\u00f6gliche Themen nach, formuliert sie f\u00fcr mich aus,&#8230;<br>&#8230; doch ich schreibe nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich erkenne mich nicht in dem, was mein Kopf da erz\u00e4hlt. Es klingt so lehrerhaft. So expertig. So sehe ich mich nicht. So sehe ich meine Rolle in deinem Leben nicht. Du bist die einzige Expertin, der einzige Experte f\u00fcr dein Leben. Meine Aufgabe ist es dich dabei zu unterst\u00fctzen, deine Tr\u00e4ume zu leben. Dir zu helfen, deine eigenen Blockaden aus dem Weg zu r\u00e4umen und deine Gr\u00f6\u00dfe zu sehen. Und auch nach ihr zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorgestern hatte ich in einer Sitzung das Thema Imposter-Syndrom. Eine Frau, ein Coach, die Mumpreneurs oder Entrepreneurs (ich mag das Wort Mumpreneur) helfen m\u00f6chte. <br>Sie war jahrelang Miteigent\u00fcmerin eines erfolgreichen Familienunternehmens. Doch weil sie sich am Beginn ihrer Coaching-Karriere noch nicht erfolgreich f\u00fchlt, hat sie Sorge, dass sie nicht gut genug ist, um ihre Klienten zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr einen Moment fiel es mir schwer, ihre Gef\u00fchle nachzuvollziehen. In meinen Augen hat sie alles, was sie braucht, um andere auf ihrem Weg in den Unternehmenserfolg unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen.<br>Meine eigenen Projektionen kamen hoch und starrten mich aus 2 cm Entfernung an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kenne das Imposter-Syndrom nur zu gut. Ich habe es nie so genannt, doch ich wei\u00df genau, wie es sich anf\u00fchlt. Ich habe die letzten 17 Jahre mein Geld als Fotografin verdient und hatte bei jedem einzelnen Job Sorge zu versagen. Ich war unsicher. Ich hatte in mir keine Referenz daf\u00fcr, wie es f\u00fcr mich aussieht, wenn ich meine Aufgabe erfolgreich erf\u00fcllt habe. Ich war zu 100 % abh\u00e4ngig davon, ob meine Kunden zufrieden waren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen das Imposter-Syndrom aus vielen Perspektiven betrachten. Mich intersessiert gerade die einseitige Orientierung nach au\u00dfen. Zu versuchen etwas darzustellen, was andere von mir erwarten. Etwas verkaufen zu wollen, was sich nicht zu 100% nach mir anf\u00fchlt, weil ich glaube, dass das so geh\u00f6rt. Dass andere das so wollen. <br>Klingt erstmal logisch anzubieten, was gerade nachgefragt wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wo bleiben wir dabei? Was passiert mit unseren Visionen und unserer Leidenschaft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht gibt es Bereiche, in denen es darum geht, die vorhandenen Bed\u00fcrfnisse genau zu erf\u00fcllen. (Sag mir gerne, wenn du das so siehst.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch frei nach Henry Ford: <em>H\u00e4tte ich sie gefragt, was sie wollen, h\u00e4tten sie gesagt schnellere Pferde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem besch\u00e4ftigt mich eine andere Frage.<br>Ich w\u00fcnsche mir eine Welt, in der alle Menschen ihrer Leidenschaft nachgehen. Ich glaube auch gar nicht, dass dann niemand mehr putzen w\u00fcrde. Oder zumindest w\u00fcrde jemand eine L\u00f6sung daf\u00fcr finden. Denn es scheint unser Naturell zu sein, etwas tun zu wollen, was andere gl\u00fccklich macht oder zu unserer Welt beitr\u00e4gt. Probleme zu l\u00f6sen. <br>Und die, die sich nur mit sich selbst besch\u00e4ftigen wollen, die k\u00f6nnen wir als Gesellschaft mittragen. Auch wenn ihr Beitrag auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, bedeutet das nicht, dass er nicht vorhanden ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir vorzustellen, dass nur die Menschen in meinem nahen Umfeld erf\u00fcllt sind von ihrem Leben, gar nicht auf die Idee kommen, den Sinn zu hinterfragen und sich in ihrer Arbeit ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, bringt Ruhe, Weite und W\u00e4rme in meinen K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich beginnt das nicht im Au\u00dfen. F\u00fcr mich beginnt das im Innen. F\u00fcr andere mag das anders sein, doch mein Weg kann nicht anders verlaufen. Solange ich in mir und mit mir keine Zufriedenheit finden kann, werde ich sie auf Dauer auch nicht durch eine T\u00e4tigkeit finden. <br>Sicher kann ich mich f\u00fcr eine Zeit mit den Bed\u00fcrfnissen anderer besch\u00e4ftigen, um mich sinnvoll zu f\u00fchlen.<br>Doch das ist nicht, was ich mir f\u00fcr uns ertr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb schreibe ich diesen Blog jetzt einfach so, wie er mir gef\u00e4llt. Weil ich immer schon gern geschrieben habe. Weil ich etwas zu sagen habe, auch wenn ich nicht wei\u00df, ob sich jemand daf\u00fcr interessiert. <br>Weil ich dadurch ein bisschen was von meiner Leidenschaft ausdr\u00fccken kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wovon tr\u00e4umst du?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Imposter-Syndrom? Abgeschafft. Ich schreibe gerne. Ich m\u00f6chte Menschen helfen. 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