Willkommen bei meinem Blog.
Schön, dass du da bist.

Falls du etwas über mein Angebot erfahren möchtest, könnte dich dieser Text als Einstieg verwirren. Starte dafür lieber hier.
Oder wenn du mehr über mich und meinen Werdegang erfahren möchtest, hier.

Was ich dir hier, in meiner Blog-Rubrik bieten kann, weiß ich nicht so genau. Eigentlich gar nicht.
Dieser Bereich ist ein sehr persönlicher Raum.
Warum ich den online stelle, weiß ich auch nicht.
Vielleicht gibt es Menschen, die ähnlich empfinden und sich dann nicht so alleine fühlen.
Vielleicht findest du etwas, was dir in deinem Leben weiterhilft. Das würde mich freuen. Doch dafür schreibe ich den Blog nicht.
Vielleicht schreibe ich ihn, um mich zu zeigen.
Vielleicht um gesehen zu werden.

Die meisten unserer Beziehungen sind mehr oder weniger oberflächlich, findest du nicht?

In Erwachsenen-Beziehungen kennen wir auch die unpopulären Meinungen unseres Gegenübers und die Erfahrungen, die die Person gemacht hat. Wissen vielleicht über Kindheitstraumata Bescheid und haben eventuell schon den Verlust eines geliebten Menschen begleiten dürfen.
Doch wie oft sieht man sie zusammenbrechen oder wohnt einem richtigen Wutausbruch bei? Wie oft erlauben wir uns in absolutem Selbstmitleid gesehen zu werden, ohne sofort zu relativieren, dass wir eh wissen, dass es uns gut geht?

Ich habe ein tiefes Bedürfnis, in meinen unbequemsten, peinlichsten Momenten gesehen und akzeptiert zu werden. Für mich fühlt es sich so an, als würde mich jemand, der mich so nicht gesehen hat, gar nicht kennen. Wie kann ich echte Bindung zu einer Person aufbauen, die mich nicht in meinen Extremen erlebt und akzeptiert hat? Doch wann ergeben sich jemals Situationen, die das ermöglichen? Und wer könnte das halten ohne mich auch gleichzeitig, zumindest ein bisschen, zu verurteilen?
Das ist ein Grund für diesen Blog. Genauer gesagt: mein persönlicher Grund.

In meiner Arbeit biete ich dir einen Raum an, in dem du dich in deiner größten Peinlichkeit, deinem tiefsten Schmerz und gewaltigem Ekel zeigen kannst.
Du kannst dein verletztes Kind, deinen zerstörerischen Drachen oder deinen inneren Felsbrocken ausleben.
In meinen Räumen bist du eingeladen, Seiten an dir zu entdecken, denen du dich alleine nicht traust zu stellen.
Nicht weil ich eine tiefe Beziehung zu dir aufbauen oder deine Freundin sein will, sondern damit du das für dich sein kannst.

Du musst mich nicht kennen, um dich dem hingeben zu können.
Es ist nicht notwendig, dass du mir vertraust. Es geht darum, dass du dir selbst vertraust. Dass du erkennst, dass du dich jederzeit selbst halten kannst, ist der zentrale Kern unserer Zusammenarbeit.

Doch vielleicht ist es dir lieber, auch etwas Intimes über mich zu erfahren. Vielleicht fühlst du dich wohler damit dich emotional nackig zu machen, wenn du mich auch schon ohne meine Rüstung gesehen hast.
Das ist auch ein Grund für diesen Blog. Um dich dazu einzuladen, in deinem eigenen Ausdruck freier zu sein.

Für eine Therapeutin wäre das unangebracht. Die Therapie ist eine asymmetrische Beziehung, habe ich gelesen.
Doch ich bin keine Therapeutin. Weder behandle, noch berate oder heile ich dich.
Ich lade dich ein, deinen eigenen Impulsen zu trauen. Mache dich auf Details auf deinem Weg aufmerksam, die du vielleicht übersiehst. Doch wohin es für dich geht, siehst nur du.


Natürlich habe auch ich Ausbildungen gemacht, die mir dabei helfen, dich zu unterstützen.
Natürlich geht es auch in unserem Raum nur um dich.
Doch empfinde ich unsere Beziehung nicht als asymmetrisch.
Für mich sind wir alle auf unserem eigenen Weg. Keiner ist besser oder schlechter. Mittlerweile lerne ich auch immer mehr, dass niemand weiter ist, als jemand anders. Es wirkt oft so, doch denke ich, das ist eine Illusion.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das schreibe, gibt es 2 Kategorien.
Allgemein und ungefilterte Gedanken.
Je mehr ich schreibe, umso mehr empfinde ich auch das Allgemeine als ungefilterte Gedanken. Der Unterschied ist jedoch, dass in zweiterem meine eigenen Prozesse festgehalten werden. Nicht die großen. Auch ich lass mich in großen Prozessen begleiten. Vermag es nicht, alleine in unbekannte Tiefen vorzudringen.
Doch die kleineren, wenn ich mich nicht so gut fühle. In einem Funk gefangen bin. Oder einfach niemand da ist, der mich begleiten könnte. Dann schreib ich oft einfach auf, was in meinem Kopf vorgeht. Free Writing nennt man das auch.
Alles hat einen eigenen Namen. Sogar das Aufschreiben von Gedanken. Und oft – oder immer? – entsteht dabei ein kleiner Prozess. Am Ende bin ich an einer anderen Stelle als zu Beginn. Ich habe keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin. Ich hätte nicht gewusst, wie ich es hätte steuern sollen, da rauszukommen. Für mich hat das etwas Magisches. Es fühlt sich heilig an.
Ohne in meinem Alltag irgendetwas mit dem Wort heilig anfangen zu können.

Doch wie du siehst, bin ich heute etwas pathetisch, da passt es ganz gut. So folgt mein Blog auch keiner bestimmten Sprache. Mal ist sie derber, mal eben pathetisch, an anderer Stelle vielleicht trocken oder kalt.

In der Rubrik Allgemein ist alles andere. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

Wenn du magst, kannst du mir gerne schreiben. Deine Gedanken beim Lesen. Deine Erfahrungen. Etwas, das gehört werden möchte. Oder auch, dass dir mein Blog oder ein bestimmter Beitrag nicht gefällt.

Wenn dem so ist, würde mir auch das sehr weiterhelfen. Denn ich habe noch keine Vorstellung davon, wie sich das in mir anfühlen wird.
Vielleicht schreibe ich dann einen Blogartikel darüber. Oder ich nehme meine Seite aus dem Netz und schreibe nie wieder etwas. Wie immer es kommt, deine ehrlichen Worte sind immer willkommen.

Ich hoffe meine Zeilen bewegen etwas in dir. Jede Bewegung ist gut.
Angst ist Lebendigkeit. Habe ich gestern für mich gelernt.
Ich weiß nicht, wie ich diesen Abschnitt beenden soll.

Ende

Das macht Sinn.